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Post von der GEMA? Das bedeutet der Brief wirklich.

Ein Brief der GEMA ist kein Bußgeldbescheid und kein Gerichtsdokument. Es ist eine Lizenzanfrage: Die GEMA geht davon aus, dass an Ihrem Standort Musik aus ihrem Repertoire oder dem der GVL läuft, und bittet Sie, eine Lizenz abzuschließen. Wie es weitergeht, hängt an einer einzigen Frage — was läuft bei Ihnen tatsächlich?

Wofür GEMA und GVL kassieren dürfen — und wofür nicht

Die GEMA lizenziert die Rechte von Autorinnen, Autoren und Verlagen; die GVL die von Interpreten und Tonträgerherstellern. Zusammen deckt das praktisch die gesamte kommerzielle Musik ab — alles im Radio und auf Spotify eingeschlossen. Aber es ist ein Repertoire, keine Steuer auf Lautsprecher. Läuft an Ihrem Standort Musik, die nicht darin enthalten ist, gibt es nichts zu lizenzieren. Den Oktava-Katalog erstellt der Dienst selbst, und er ist weder bei der GEMA noch bei der GVL registriert.

Ein ehrlicher Hinweis: die GEMA-Vermutung

In Deutschland gilt die sogenannte GEMA-Vermutung: Im Zweifel wird angenommen, dass gespielte Musik zum GEMA-Repertoire gehört — das Gegenteil belegen muss, wer die Musik nutzt. Genau deshalb besteht das Oktava-Paket aus Papieren: personalisiertes Zertifikat mit Live-Prüfseite per QR-Code, Wiedergabeprotokoll und Merkblatt fürs Personal. Auch die Rechtslage zu KI-generierter Musik ist in Deutschland in Bewegung; wir verfolgen die laufenden Verfahren offen, statt so zu tun, als gäbe es sie nicht.

Was Ignorieren kostet

Ignorieren ist die eine schlechte Option. Läuft bei Ihnen Repertoiremusik — Radio, Spotify, Playlists —, dann hat der Brief recht, und der schnellste Weg ist eine Lizenz: Für ein Café bis 75 m² liegt allein der GEMA-Tarif M-U für Musik vom Tonträger oder Stream bei etwa 200–320 € im Jahr, der GVL-Zuschlag von 20 % kommt obendrauf (siehe unsere Kostenaufstellung). Wer ohne Lizenz weiterspielt, riskiert Nachforderungen — in der Praxis schnell im vierstelligen Bereich.

Wenn an Ihrem Standort Oktava läuft

Antworten Sie, dass Ihr Standort den Oktava-Katalog spielt, der weder im Repertoire der GEMA noch in dem der GVL enthalten ist, und legen Sie zwei Dokumente aus Ihrem Dashboard bei: das personalisierte Zertifikat (sein QR-Code führt auf eine Live-Prüfseite) und einen Export des Wiedergabeprotokolls, der zeigt, was tatsächlich lief. Eine fertige Antwortvorlage liegt im Dashboard.

Oder leiten Sie den Brief an uns weiter

Senden Sie den Brief an letters@oktava.app. Wir antworten aktenkundig, mit den Dokumenten im Anhang, und setzen Sie in Kopie. Das ist Teil des Abos, kein Extra.

FAQ

Fragen, beantwortet

Ist ein GEMA-Brief eine rechtliche Drohung?

Es ist eine Lizenzanfrage. Zu einer Rechtssache wird es erst, wenn Repertoiremusik ohne Lizenz weiterläuft — dann drohen Nachforderungen, unter Umständen rückwirkend.

Ich spiele Spotify im Laden. Betrifft mich der Brief?

Ja. Ein privates Streaming-Abo deckt keine Wiedergabe im Geschäft, und Spotifys eigene Bedingungen verbieten die kommerzielle Nutzung. Sie brauchen dann eine Lizenz von GEMA und GVL — oder einen Katalog außerhalb beider Repertoires.

Kann ich nach dem Brief einfach zu Oktava wechseln?

Ja. Ab dem Tag des Wechsels dokumentiert Ihr Wiedergabeprotokoll, was läuft. Für die Zeit davor kann die GEMA gespielte Repertoiremusik weiterhin nachlizenzieren — das stellen wir nicht anders dar.

Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und sind keine Rechtsberatung.

Kostenlos starten — 7 Tage

Die Zertifikat-Vorschau ist direkt nach der Anmeldung bereit.

oktavaHintergrundmusik für Betriebe — außerhalb der Repertoires der Verwertungsgesellschaften