Was GEMA und GVL Ihren Standort 2026 wirklich kosten
Die GEMA veröffentlicht ihre Tarife — deshalb stehen hier keine Schätzungen, sondern ihre Zahlen. Kurzfassung: Ein Café bis 75 m² zahlt für Hintergrundmusik vom Tonträger oder Stream etwa 200–320 € GEMA im Jahr, plus 20 % GVL-Zuschlag — zusammen rund 240–384 €, noch vor dem Abo eines Musikdienstes. Oktava ersetzt beide Posten durch 150 € im Jahr.
Die Rechnung: Tarif M-U plus GVL-Zuschlag
Für Hintergrundmusik vom Tonträger oder Stream gilt der GEMA-Tarif M-U: bis 75 m² etwa 200–320 € im Jahr, bei 76–150 m² etwa 320–480 €. Nur Radio ist günstiger (etwa 80–180 €), kombinierte Nutzung teurer (etwa 240–560 €). Die genaue Summe hängt von Fläche und Art der Nutzung ab.
Dazu kommt der Zuschlag der GVL für Interpreten und Tonträgerhersteller: 20 % auf den GEMA-Betrag bei Hintergrundmusik, 26 % bei Radio und TV in der Gastronomie. Beispiel: 400 € GEMA + 80 € GVL = 480 € im Jahr.
Die Gastronomie-Pakete
Für die Gastronomie bündelt die GEMA beides in Paketen: Paket S (Hintergrundmusik, Radio, Audiostreaming) ab 69,10 € im Monat — rund 828 € im Jahr; Paket M mit TV ab 124,00 €, Paket L ab 184,68 € im Monat. Den centgenauen Betrag für Ihren Standort liefert der offizielle GEMA-Tarifrechner in wenigen Minuten — wir verlinken ihn, statt zu raten.
Warum Oktava in diesen Tarifen nicht vorkommt
GEMA und GVL lizenzieren ihre Repertoires, und die Tarife oben bepreisen den Zugang dazu. Der Oktava-Katalog ist eigenes Werk des Dienstes und weder bei der GEMA noch bei der GVL registriert — es gibt schlicht keine Tarifposition dafür: Für unseren Katalog gibt es nichts zu lizenzieren. Genau das dokumentieren das personalisierte Zertifikat und das Wiedergabeprotokoll in Ihrem Dashboard.
Der Geltungsbereich zählt. Läuft bei Ihnen zusätzlich Radio, TV, Spotify oder Livemusik, gelten die Tarife dafür weiterhin — die Befreiung betrifft das, was tatsächlich läuft, nicht Ihren Standort als solchen. Viele Standorte halten es einfach: Oktava auf den Lautsprechern, sonst nichts.
Fragen, beantwortet
Sind das die echten GEMA-Zahlen?
Die Spannen stammen aus dem offiziellen Tarif M-U, der GVL-Tarifübersicht und den Gastronomie-Paketen der GEMA (Stand Juli 2026), im Text verlinkt. Den centgenauen Betrag eines konkreten Standorts berechnet nur der GEMA-Tarifrechner — deshalb verlinken wir ihn, statt zu raten.
Wo ist der Haken bei „außerhalb des Repertoires“?
Das Versprechen gilt für den Katalog: Für den Oktava-Katalog ist keine Lizenz nötig, weil er weder im Repertoire der GEMA noch in dem der GVL enthalten ist. Sobald Radio oder Spotify läuft, gelten die Tarife wieder. Ihr Wiedergabeprotokoll zeigt, welcher der beiden Fälle bei Ihnen zutrifft.
Was ist die GVL — und warum reicht die GEMA nicht?
Die GEMA vertritt Autorinnen, Autoren und Verlage, die GVL Interpreten und Tonträgerhersteller. Kommerzielle Musik braucht beide Körbe — deshalb nennt unser Versprechen immer beide: Der Oktava-Katalog ist weder bei der GEMA noch bei der GVL registriert.
Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und sind keine Rechtsberatung.